Le pavillon des enfants fous  

Es handelt sich um ihr erstes Buch. Im Alter von 13 Jahren wurde Valérie in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Sie erzählt hier über die vier Monate, die sie in der Klinik verbrachte. Sie schrieb dieses Buch im Alter von 15 Jahren, sie war gerade 16 geworden, als es im Buchhandel erschien. Es war das erste Mal, daß ein solcher Bericht veröffentlicht wurde. Valérie erzählte in Form eines Romans über die Hölle, die sie vier Monate lang durchlebte. Sie wog kaum noch 31 kg, als ihre Mutter sich verpflichtet sah, sie einweisen zu lassen. Sie wehrte sich lange gegen die Schwestern und Ärzte, die sie einsperrten und ihr die Freiheit versprachen, sobald sie bereit wäre zu essen. Trotz ihrer Entlassung war Valérie weit davon entfernt, von ihrer Magersucht geheilt zu sein. Diese Buch beschreibt die Methode, mit der die Ärzte in den Jahren 1960 ‑ 1970 versuchten, solche Krankheiten zu heilen. Es ist ein sehr direkter und sehr starker Bericht, die Geschichte ergreift einen und lässt einen nicht mehr los.

Dieser Roman ist ihr Bestseller.

Herausgegeben vom De Stock Verlag, erscheint er im Buchhandel am

9‑ November 1977­

 

Hier die Zusammenfassung auf der Rückseite des Buches:

„Im Alter von 13 Jahren wird Valérie Valère in den pavillon des enfants fous, eine psychiatrische Klinik in Paris, eingewiesen. Im Alter von 15 Jahren schreibt sie den Bericht über diesen Aufenthalt. Ihr Buch ist eine Vision der Klinikwelt, der Behandlung der Kranken, ein pathetischer Schrei einer Dreizehnjährigen, die eines Tages jede Nahrung verweigert; es geht um die tiefen Gründe, die sie zu diesem Verhalten, das man Magersucht nennt, veranlassen. Und ihr Bericht ist vor allem die Geschichte einer Heilung“

„Die unerbittliche Aussage eines Kindes über die Welt der Erwachsenen. Ich habe keine Seite ausgelassen. Denn das Werk zieht einen unwiderstehlich an. Und man will wissen, ob sie entkommt oder vielmehr, in welchem Zustand.“

Christiane Rochefort

Le Monde

 

 

Auszug:

Nichts ist erlaubt, man muss ihrer Herde folgen, alle Anweisungen exakt wie ein Roboter befolgen. Warum ertragen sie es nicht, wenn jemand sich ihren Anweisungen widersetzt, oder nicht derselben Meinung ist wie sie? Das interessierte sie nicht. Ich verabscheue sie.“

Ich hoffe, daß sie mich wenigstens sterben lassen, wie ich will ... Das Schlimme ist, wenn man leben muss obwohl man nicht will. Ist das nicht schlimmer, als wenn man Ihnen das Leben wegnimmt, obwohl Sie es behalten wollen? Ich habe nicht um das Leben gebeten, ich will es nicht mehr. Jetzt will ich selber entscheiden können.“ S. 21

 

(Dieses Buch ist in deutscher Sprache unter dem Titel „Das Haus der verrückten Kinder“ erschienen.)

 

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