Vera, Magnifica Love et pages diverses 

Dies ist eine posthume Sammlung von zwei Novellen und diversen anderen Texten. Beginnen wir zuerst mit „Vera: Es handelt sich hier um eine Autobiographie in Romanform. Vera ist eine Studentin, die unter Schwermütigkeit leidet (aber dieses Wort ist eigentlich noch zu schwach!). Ihr Studium interessierte sie nicht besonders, sie findet keinen Anhaltspunkt. Sie fühlt sich allein, sucht verzweifelt den Zuspruch und die Zärtlichkeit, die sie in ihrer kaputten Familie nie fand. Hier öffnet Valérie wieder ihr Herz. Vera, das ist sie. Dies ist eine sehr schmerzliche Geschichte, schwierig zu lesen. Aber ich rate Ihnen, sie zu lesen.

„Magnifica Love“ ist die Geschichte einer Tänzerin, die von allen bewundert wird. Der ganze Saal tobt vor Begeisterung. Unfassbar, sie wird geliebt, vergöttert. Hier beschreibt Valérie ihre Träume. Diese Geschichte ist ganz anders als alles, was sie sonst geschrieben hat. Ich hatte übrigens gemischte Gefühle, als ich dies zum ersten Mal las.

 

 

Aber ihre Worte verlieren nicht an Kraft. Im Gegenteil, Valérie spielt unermüdlich mit ihnen.

Hier die Auszüge, erst von „Vera“, dann von „Magnifica Love“:

.Ich habe eine krankhafte Angst vor dem Leben. Erst heute Nachmittag habe ich während des ganzen Zivilisationskurses über meine Chancen, die Prüfung zu bestehen, nachgedacht. Die Wahrscheinlichkeit durchzufallen ist so groß. Ich konnte diesem Tunnel nicht entfliehen. Ich konnte mich absolut nicht auf das konzentrieren, was der Professor sagte. Die einzige große Frage war, ob ich bestehen werde. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass dies nicht der Fall sein wird.“

Seite 13

 

„Magnifica Love beendet ihren herrlichen und sinnlichen Tanz durch einen Sprung zu Ehren der Katze Cyprio und deren herrlichen mit Gold durchwirkten grünen Augen. Erschöpft fällt sie auf das weiche Wolfsfell und bedeckt mit einer sinnlichen Bewegung ihre langen müden Glieder.“

Seite 153

 

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